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Foto: Wirtschaftsagentur Wien / Tirza

Wien 2030 – Wirtschaft & Innovation

Wien hat eine hohe und weltweit beachtete Lebensqualität. Um sie auch künftig zu gewährleisten, müssen Antworten auf die großen Herausforderungen Klimawandel, technologischer Wandel, Städtewachstum und die gestiegene Lebenserwartung gefunden werden.

Wirtschaftsstrategie Wien 2030: Executive Summary / Langfassung

Spitzenthemen

Mit der Wiener Wirtschafts- und Innovationsstrategie will Wien auf jenen Themen aufbauen, bei denen bereits besonderen Kompetenzen und Stärken vorhanden sind. Diesen „Spitzenthemen“ sind besonders geeignet, Lösungen für die städtischen Herausforderungen des kommenden Jahrzehnts zu liefern. „Wiener Lösungen“ sollen hier zu neuen innovativen Ansätzen führen, die sich auch im internationalen Vergleich sehen lassen können.

  • Smarte Lösungen für den städtischen Lebensraum des 21. Jahrhunderts:
    Um Herausforderungen wie Klimawandel und Städtewachstum zu lösen, entwickeln Unternehmen, Hochschulen und Stadt Wien gemeinsam klimataugliche und leistbare Lösungen. Sie sollen die hohe Lebensqualität mit geringem Ressourcenverbrauch verbinden.
  • Gesundheitsmetropole Wien:
    Durch optimale Rahmenbedingungen für Forschung und innovativen Unternehmen soll der leistbare Zugang zu hochwertigen Pflege- und Gesundheitsdienstleistungen sichergestellt werden. Wien wird so zu einem weltweit führenden Gesundheitsstandort.
  • Wiener Digitalisierung:
    Die Digitalisierung bietet viele Chancen, wie zum Beispiel neue Geschäftsmodelle und optimierte Prozesse, neue Berufsfelder oder gesellschaftliche Teilhabe marginalisierter Gruppen. Aus seinen besonderen Stärken heraus eignet sich der Standort Wien für die Entwicklung und Umsetzung digitaler Lösungen, die auf nachhaltige und inklusive Weise allen Menschen nutzen.

  • Smarte Produktion in der Großstadt:
    Die Zukunft der Industrie liegt in kreislauforientierten, hochtechnologischen und maßgeschneiderten Produkt- und Prozesslösungen mit möglichst kurzen Lieferwegen. Durch das umfassende Angebot an hochqualifizierten Arbeitskräften und einer hervorragenden Infrastruktur am Standort liegt die Wirtschafts- und Innovationsregion Wien genau richtig.
  • Stadt der internationalen Begegnung:
    Als Sitz internationaler Organisationen, als Wissenschafts- und Headquarterstandort und als Tourismusdestination: Wien ist ein Ort der Diplomatie, Kongresse und Business Events. Wien als Stadt baut künftig seine Rolle als global geschätzte Gastgeberin für den internationalen Austausch – sei es für Politik, Wirtschaft, Forschung oder Zivilgesellschaft – weiter aus.
  • Kultur- und Kreativmetropole Wien:
    Der Wandel von der Industriegesellschaft hin zur Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft ist für Wien mit seinem reichhaltigen Angeboten eine Chance. Wien kann auf seinen Ruf als Kulturmetropole von Weltrang, auf exzellente Hochschulen sowie auf herausragende kreative Köpfe zurückgreifen.

Vienna Economic Council

Das hochrangige Vienna Economic Council wurde von Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke ins Leben gerufen und berät die Stadtverwaltung in wirtschaftspolitischen Fragen. Zu den Mitgliedern gehören die SozialpartnerInnen, Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Vertreter und Vertreterinnen aus Wissenschaft und Forschung.

Peter Hanke (Vorsitz)
Stadtrat für Finanzen,
Wirtschaft, Digitalisierung und Internationales

Renate Anderl
Bundesarbeitskammer

Christoph Badelt
Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung

Roland Falb
Roland Berger

Wolfgang Hesoun
Siemens Österreich

Klemens Himpele
Abteilung Wirtschaft, Arbeit
und Statistik der Stadt Wien

Gerhard Hirczi
Wirtschaftsagentur Wien

Wolfgang Katzian
ÖsterreichischerGewerkschaftsbund

Norbert Kettner
Wiener Tourismusverband

Philipp von Lattorff
Boehringer Ingelheim

Thomas Madreiter
Stadtbaudirektion Wien

Fritz Meißl
Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds

Christian C. Pochtler
Industriellenvereinigung Wien

Walter Ruck
Wirtschaftskammer Wien

Sabine Seidler
Technische Universität Wien

Michael Stampfer
Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds

Achim Truger
Deutscher Sachverständigenrat Wirtschaft

Franz Windisch
Landwirtschaftskammer Wien

Gruppenbild des Wiener Wirtschaftsbeirats mit Stadtrat Peter Hanke

Handlungsfelder

GUTE BILDUNG UND QUALITÄTSVOLLE AUSBILDUNG
Das Bildungssystem in Wien vermittelt solide Grundkompetenzen, auf denen aufbauend berufsrelevante Fähigkeiten vermittelt werden. Kreative Fähigkeiten sollen geweckt und das Interesse an Wirtschaft, Technik und Naturwissenschaften gefördert werden.

INNOVATIVE STADTVERWALTUNG
Produktivität am Wirtschaftsstandort benötigt eine hohe Innovationsfähigkeit der öffentlichen Verwaltung. Um diese Qualitäten bereit zu stellen, wird die Stadtverwaltung laufend an Verbesserungen und zielgruppengerechten Weiterentwicklungen ihrer Dienstleistungen arbeiten.

ARBEITSPLÄTZE FÜR FACH- UND SPITZENKRÄFTE
Ausbildungsplätze für qualifizierte Arbeitskräfte sollen in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen. Die gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird weiter verbessert. Fach- und Spitzenkräfte, die nicht aus der Region rekrutiert werden können, werden durch attraktive Angebote nach Wien geholt und am Standort gehalten.

INNOVATIVES MILIEU
Etablierte Unternehmen treiben Innovationen ebenso voran wie Start-ups und Social Entrepreneurs. Die Stadt fördert daher gezielt Räume für ein innovatives Milieu und nutzt dafür die Wiener Kultur- und Kreativwirtschaft.

VIELFÄLTIGE HOCHSCHULLANDSCHAFT UND
FORSCHUNGSEINRICHTUNGEN
Um den Wirtschafts- und Innovationsstandort zu fördern, wurde im Mai 2019 von der Stadt und den insgesamt 23 Hochschulen am Standort das Wiener Hochschulabkommen unterzeichnet. Die Stadt Wien bekennt sich damit zu einer langfristigen Unterstützung der Universitäten und Fachhochschulen.

ZEITGEMÄSSE REGELN UND STANDARDS
Wirtschaftlicher Wettbewerb benötigt Klarheit, Kontinuität und Vorhersehbarkeit von regulatorischen Rahmenbedingungen. Regulierungen sind aber kein Selbstzweck – sie werden stets kritisch hinterfragt und laufend an neue Rahmenbedingungen angepasst.

OFFENSIVE FÜR DEN KLIMASCHUTZ
Aufbauend auf den Erfahrungen als Umweltmusterstadt möchte Wien international eine Spitzenposition bei der Entwicklung von Lösungen zur urbanen Klimawandelanpassung und von klimaschonenden Prozessen und Produkten einnehmen.

GEZIELT FÖRDERN
Förderungen dienen der Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen, als Anreiz für Investitionen und zur Vernetzung von Wirtschaft mit Wissenschaft und Innovation. Wirtschafts- und Innovationsförderungen unterstützen gezielt Hochschulen, Unternehmen und Start-ups und initiieren kooperative Innovationsprojekte.

ZUVERLÄSSIGE INFRASTRUKTUR
Eine zuverlässige Infrastruktur wie öffentlicher Verkehr, Energie- und Wasserversorgung, Entsorgung, Straßenbau usw. sind die Grundvoraussetzungen für erfolgreiches Wirtschaften. Wien wird weiterhin für die beste Infrastruktur für alle Sorge tragen. Dazu gehört selbstverständlich ein leistungsfähiges digitales Netz.

MODERNES STADTMARKETING
Wien ist als Kultur- und Musikmetropole sowie als beliebte Tourismus- und Kongressdestination weltweit bekannt. Modernes Standortmarketing baut darauf auf und wird Wien zusätzlich als Wirtschafts-, Technologie- und Innovationsstandort positionieren.

5. Wiener Innovationskonferenz

Am 23. Jänner findet von 8:30 bis 12.30 die 5. Wiener Innovationskonferenz im Festsaal des Rathauses statt. Sie steht ganz im Zeichen der Strategie „WIEN 2030 – Wirtschaft & Innovation“. Mit der 1. Wiener Innovationskonferenz im Jänner 2016 begann die Umsetzung der Strategie „Innovatives Wien 2020“. 4 Jahre später kann ein Blick auf die erreichten Erfolge und in die Zukunft geworfen werden: „WIEN 2030 – Wirtschaft & Innovation“ setzt ab 2020 den erfolgreichen Weg der Wiener FTI-Strategie fort. Sie ist nun zudem mit der neuen Wiener Wirtschaftsstrategie kombiniert. Die Fokussierung auf 6 Spitzenthemen soll – unterstützt von 10 Handlungsfeldern – helfen, den Wirtschafts- und Innovationsstandort Wien zu stärken.